Kardiologie

Die Kardiologie beschäftigt sich mit dem Herzen. Das menschliche Herz liegt Mitte-Links im Brustkorb und ist ein sehr starker Muskel, der durch rhythmische Bewegungen das Blut durch den Körper treibt. Das Blut strömt dabei durch Arterien vom Herzen weg in Organe und Extremitäten. Von dort über Venen wieder zum Herzen zurück. Dieses System nennt man auch “Kreislauf”. Den Druck, der in den Gefäßen herrscht, nennt man Blutdruck.

Bei einem gesunden Menschen  schlägt das Herz ca. 60-80 Mal in der Minute. Bei Anstrengung oder Stress kann es bis zu über 200 Schlägen pro Minute kommen, im Schlaf und Entspannungsphasen bis zu 40 Schlägen. Schlägt das Herz schneller als 200 Mal in der Minute spricht man von Tachykardie. Schlägt es langsamer als 40 Schläge pro Minute, heißt das Brachykardie.

Leider kann das Herz auch erkranken, manche Erkrankungen sind harmlos, andere müssen therapiert werden, da sie sonst lebensgefährlich werden können. Die häufigsten Erkrankungen des Herzens sind Verengungen und Verkalkungen der Herzkranzgefäße, Angina Pectoris, Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündung und Herzklappenfehler.

VERENGUNGEN und VERKALKUNGEN DER HERZKRANZGEFÄSSE, ANGINA PECTORIS, HERZINFARKT

Durch Verengungen und Verkalkungen der Herzarterien kann es zu Störungen in der Herzdurchblutung kommen. Macht sich diese Verengung in bestimmten Abständen durch Schmerzen in der Brust und Atemnot bemerkbar, spricht man von Angina Pectoris. Sind die Verengungen weiter fortgeschritten, kann es zur vollkommenen Verstopfung einer Arterie kommen. Dann spricht man von einem Herzinfarkt.

Ursachen von Verengungen der Herzkranzgefäße, Angina Pectoris, Herzinfarkt: Verkalkungen der Arterien, Verengung der Arterien

Diagnose bei Verengungen der Herzkranzgefäße, Angina Pectoris, Herzinfarkt: Abhören, EKG (hierbei werden Ihnen Elektroden am Körper angelegt und die Herzfrequenz aufgezeichnet. Diese Untersuchung ist vollkommen schmerzlos, Ergometrie (hierbei fahren Sie auf einer Art Hometrainer, es werden Blutdruck und Herzfrequenz aufgezeichnet. Je nach Ihrer Kondition kann ein Brennen in den Oberschenkelmuskeln mit Muskelkater auftreten), 24-Stunden EKG (hierbei erhalten Sie für 24 Stunden ein tragbares EKG Gerät, das Ihren Herzschlag 24 Stunden lang aufzeichnet, eine schmerzlose Untersuchung), Ultraschall (Hierbei wird Ihr Herz mittels eines Spezialgerätes beobachtet, diese Untersuchung ist schmerzlos).

Symptome von Verengungen der Herzkranzgefäße, Angina Pectoris, Herzinfarkt: Schwächegefühle (in Ruhe oder Anstrengung), Schwitzen, Atemnot, Schmerzen in der Herzgegend ziehend bis in den linken Arm, unregelmäßiger Herzschlag.

Therapie bei Verengungen der Herzkranzgefäße, Angina Pectoris, Herzinfarkt: Das wichtigste ist die Vorbeugung, sodass es gar nicht erst zu Verengungen und Verkalkungen der Gefäße kommt. Dazu gehört gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, nicht zu rauchen, wenig Alkohol und auch psychische Gesundheit mit Stressvermeidung. Ist die Verkalkung einmal vorhanden, kann man medikamentös oder operativ (beispielsweise durch einen Stent) die Folgen hinauszögern. Eine Heilung gibt es nicht.

HERZSCHWÄCHE (HERZINSUFFIZIENZ)

Unter Herzinsuffizienz ist eine Funktionsstörung des Herzens zu verstehen, bei der Blut nicht mehr in ausreichenden Mengen ausgeworfen werden kann und die Organdurchblutung eingeschränkt ist. Im fortgeschrittenen Stadium droht eine Lungenstauung (mit Wasser in der Lunge), die zu Atemnot führt und unbehandelt in Kreislaufversagen enden kann. Die Herzschwäche kann durch eine primäre Herzmuskelschwäche oder durch Veränderungen der Herzklappen/des Herzbeutels hervorgerufen werden.

Ursachen der Herzschwäche: Bluthochdruck, Herzklappenfehler, Infektionen, Diabetes mellitus, Alkoholabusus und Adipositas.

Diagnose der Herzschwäche: Abhören, Ultraschall, EKG, Ergometrie, Blutuntersuchungen.

Symptome der Herzschwäche: Leistungsknick, Erschöpfung, Schwindelgefühl, Kurzatmigkeit, Wasseransammlungen in den Beinen

Therapie bei Herzschwäche: Medikamentöse Therapie. In schweren Fällen ist eine Herztransplantation notwendig. Meine Forschungsergebnisse haben aber ergeben, dass man eine Herztransplantation hinauszögern, bzw. ganz vermeiden kann durch eine bestimmte Infusionstherapie.

HERZRHYTHMUSSTÖRUNGEN

Herzrhythmusstörungen können verschiedenste Ursachen haben. In den meisten Fällen handelt es sich um harmlose Extrasystolen ohne jede Bedeutung. Manchmal können aber auch lebensgefährliche Rhythmusstörungen auftreten. Wenn Sie an Herzrhythmusstörungen leiden , sollten Sie das deshalb unbedingt abklären lassen.

Ursachen von Herzrhythmusstörungen: Herzerkrankungen, Drogenkonsum, Alkoholkonsum, etc..

Diagnose von Herzrhythmusstörungen: Abhören, EKG (hierbei werden Ihnen Elektroden am Körper angelegt und die Herzfrequenz aufgezeichnet. Diese Untersuchung ist vollkommen schmerzlos, Ergometrie (hierbei fahren Sie auf einer Art Hometrainer, es werden Blutdruck und Herzfrequenz aufgezeichnet. Je nach Ihrer Kondition kann ein Brennen in den Oberschenkelmuskeln mit Muskelkater auftreten), 24-Stunden EKG (hierbei erhalten Sie für 24 Stunden ein tragbares EKG Gerät, das Ihren Herzschlag 24 Stunden lang aufzeichnet, eine schmerzlose Untersuchung), Ultraschall (Hierbei wird Ihr Herz mittels eines Spezialgerätes beobachtet, diese Untersuchung ist schmerzlos).

Symptome bei Herzrhythmusstörungen: Stolpern des Herzens, Schwächegefühle (in Ruhe oder Anstrengung), Schmerzen in der Herzgegend, unregelmäßiger Herzschlag, Schwindel.

Therapie von Herzrhythmusstörungen: medikamentöse Therapie, eventuell Ablation (wird bei Extrasystolen angewendet, hierbei werden Orte erhöhter Aktivität verödet, meist verschwinden dadurch die Extrasystolen), in schweren Fällen muss ein Herzschrittmacher implantiert werden.

HERZMUSKELENTZÜNDUNG (MYOKARDITIS)

Es gibt mehrere Arten der Herzmuskelentzündung. Die bakterielle Herzmuskelentzündung, die Virusmyokarditis oder die rheumatische Herzmuskelentzündung. Das Gefährliche bei einer Myokarditis ist, dass sie oft anfangs gar keine oder unklare Symptome verursacht. Manchmal kommt es nach einem übergangenen Infekt (z.B. nach einer Grippe) zu einer Herzmuskelentzündung, deshalb ist es wichtig, bei fieberhaften Erkrankungen, wie Grippe, ihren Arzt zu besuchen, um eine Mitbeteiligung des Herzens zu vermeiden.

Ursachen der Herzmuskelentzündung: Bakterien, Viren, Rheumatisches Fieber, Operationen

Diagnose von Herzmuskelentzündung: Blutuntersuchung, EKG, Ultraschall

Symptome von Herzmuskelentzündung: Fieberhafte Zustände, Leistungsabfall

Therapie von Herzmuskelentzündung: Medikamentöse Therapie, körperliche Schonung

HERZKLAPPENFEHLER

Herzklappenfehler bestehen meist schon bei der Geburt oder entstehen mit dem Alterungsprozess. Die Herzklappen haben die Aufgabe, das Blut immer in die richtige Richtung fließen zu lassen. Schließt eine Klappe nicht richtig, dann kommt es zu einem Blutrückfluss, wodurch es zu Störungen beim Herzschlag kommen kann. Je nachdem, welche Klappe von der Erkrankung betroffen ist, danach richtet sich die Therapie.

Ursachen von Herzklappenfehlern: genetische Disposition, Alterungserscheinung

Diagnose von Herzklappenfehlern: Mittels Abhören oder Ultraschall lassen sich Herzklappenfehler meist sicher diagnostizieren.

Symptome von Herzklappenfehlern: Schwächegefühle, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen in der Brustgegend.

Therapie von Herzklappenfehlern: Medikamentöse Therapie, in schweren Fällen Operation.